Don't walk too far

Mit seinem Debütalbum Don't walk too far präsentiert das Lucerne Jazz Orchestra eine erste interne Werkschau seines zweijährigen Bestehens und unterstreicht damit die musikalische Ausrichtung nach intensiver Probe- und Konzerttätigkeit. Hier ist eine neue Generation von Musikern und Komponisten am Werk, die dem Klangkörper Big Band kompromisslos und mit viel Leidenschaft neues Leben einhauchen.
Mit dem nötigen Gespür für die Tradition und der beständigen Neugierde, Wege aus ihr heraus zu finden, haben vier junge Komponisten – alle selbst Mitglieder des Orchesters – ihre eigene Sichtweise auf den orchestralen Mainstream-Jazz von heute zu Papier gebracht. Dem vorliegenden Resultat ist anzuhören, dass nicht nur die Komponisten ihr Herzblut investiert haben, sondern alle Beteiligten voller Überzeugung für diese Musik und dieses Orchester einstehen.
Neunzehn Individualisten haben sich, sowohl als Instrumentalisten, Solisten oder Komponisten, unter der Leitung von David Grottschreiber zu einem aussergewöhnlichen Klangkörper entwickelt und damit eine ganz eigene musikalische Richtung eingeschlagen.
Recorded at DRS Radiostudio Zürich, June 20th to 22nd, 2009, by Andreas Neresheimer. Mixed and Mastered at Hansahaus Studios Bonn June 27th to 31st 2009, by Oliver Bergner and David Grottschreiber. Produced by Ed Partyka and David Grottschreiber. Erschienen bei Unit Records, UTR 4236, am 13. November 2009.
⇒ Bestellen: Die CD ist für CHF 30.- inkl Porto und Verpackung hier erhältlich.
Mit der CD im Gepäck reiste das Orchester im November/Dezember 2009 während zehn Tagen durch Europa und stellte das Programm in vier Ländern vor. Lesen Sie hier einen Bericht über die Tour.
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Reviews
AllAboutJazz.com (03.08.2010, Jack Bowers)
Sonic Mai/Juni 2010
Viva la musica/AMR Genève April 2010
Jazzthetik März/April 2010
startblatt Österreich: Don't walk too far (30.04.2010, Alfred Rhomberg)
Drums and Percussion März/April 2010
Jazz thing Februar/März 2010
Fono Forum Februar 2010
Concerto Februar 2010
Jazz Podium Februar 2010
Jazz'n'more Januar/Februar 2010
MuzikReviews.com: Lucerne Jazz Orchestra - Don't walk too far (18.02.2010, Rukshan Thenuwara)
aktiv-musik-marketing.de: CD der Woche (30.12.2009, Olaf Maikopf)
MonsieurDélire.com: Lucerne Jazz Orchestra / Don't walk too far (12.12.2009, François Couture)
Musikansich.de: Lucerne Jazz Orchestra, Don't walk too far (Dezember 2009, Ingo Andruschkewitsch)
Sound-and-image.de: Lucerne Jazz Orchestra - Don't walk too far (Dezember 2009)
Nachrichten.com: Stimmiger Jazz aus eigener Feder (25.11.2009, Christopher Dömges)
Der Hörspiegel (10.11.2009, Michael Brinkschulte)
Pressemappe
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Kommentare zur CD
When music is good it gives us a feeling of wellbeing and comfort. When music is great it inspires us to be better than we believe we can be.
This music inspires me.
As all composers, writers and painters know, there is nothing scarier than a blank piece of paper or canvas. I am currently trying to get started on a writing project and the inspiration to start creating is currently being fuelled by listening to the music on this CD. The excellent compositions/arrangements of Herr Grottschreiber & Co. are nourishment for the imagination and soul. The improvisations are inspirational and the ensemble playing astounding.
This is large ensemble jazz music at its highest level.
What strikes me most about this recording and the LJO is the combination of tight section playing, great compositions/arrangements and creative improvising. In many bands there is a decision made to be a tight ensemble with good section players or to be an improviser’s band with good soloists. The same also often applies to the decision of whether to use written music or improvised music as the focus. The LJO is one of the very few ensembles I know that combines all of these factors effortlessly.
The scary thing is that this is a group of young musicians in their early to mid twenties! One could be jealous of this fact, but I see this as an incredible inspiration. As life goes on, it is very easy to become complacent and lose focus on what is really important in life and music. Listening to this wonderful music makes me believe that there is hope for the future, gives me the energy to go on and inspires me to be better than I believe I can be.
I hope you feel the same way as I do when you listen to this astonishing debut recording of the Lucerne Jazz Orchestra.
Ed Partyka
Seit dem 18. Jahrhundert gilt in Schottland ein Sprichwort: "Far fowls have fair feathers", zu Deutsch "Entferntes Geflügel hat schöne Federn". Schotten leimt man nicht leicht ein! Es ist mutig und richtig, dass sich das LJO, bewusst, entsprechend seiner vorgegebenen Ziele, oder unbewusst nach dem Erreichen erster, hervorragender Ergebnisse, diesem Sprichwort quasi unterwirft. Ehrlichkeit und Qualitätsbewusstsein im künstlerischen Ausdruck ist die Mutter aller Kunst. Oberflächlichkeit und Bluff – vor allem bei Jazz – Todsünde, welche vielleicht über kurz oder mittelfristig Erfolge, d.h. Beschäftigung generiert, aber auch über kurz oder etwas länger das definitive Verschwinden in der Ferne garantiert. Klar braucht es auch jene "Orchester zum Gebrauch", die "alles können". Die werden aber nie einen Respekt-Standart erreichen, für den es sich lohnt, hohe Ziele zu setzen.
Das LJO hat in der relativ kurzen Zeit seiner Existenz einen hohen Persönlichkeitsgrad erreicht, seit je im Jazz einer der wichtigsten Existenz-Parameter. Aus meiner persönlichen Beobachtung gilt es, dem "musikalischen Leiter", David Grottschreiber einen nicht zu kleinen Kranz zu winden. Das Team zu seiner Seite, mit den Herren Tschopp, Schreiner, Nowak und Frei, garantiert konstante Lebensdauer und – eben das Wichtigste – eine schon selbstverständlich erscheinende künstlerische Ausrichtung. Obwohl das Repertoire der vorliegenden CD (mit sieben Titeln) von sechs verschiedenen Komponisten erfunden wurde, stellt sich rasch ein gemeinsamer musikalischer Nenner mit hohem Identifikationsfaktor ein.
Noch nicht klar, warum ich mich über das LJO derart freue? Also dann, zurück zum Huhn, das sich via musikalisch leicht zu produzierende, Entfernung schaffende Tricks eines donnernden Applausregens erfreut. Zurück zum bedauernswerten Huhn, das sich aber nie in der biologisch richtigen, wertvollen, aus nächster Nähe beurteilbaren Art und Weise zeigen darf. Ohne Bluff. Das Huhn selbst merkt im Moment vielleicht gar nicht, wie arm es ist! Wenn man im Jazz ein Leben lang dabei war, hat man viele Sturzflug praktizierende Hühner kommen und gehen erlebt. Höchstes und befriedigendstes Musizieren und eine entsprechende Anerkennung kann im Jazz nur über den persönlich verstandenen Kreativitäts-Imperativ passieren. Wo sind beim Kunstflug des Huhns in der Ferne die Elemente, welche künstlerisches Staunen erregen, eine längerfristige Karriere auf hohem Niveau versprechen? Wo das problemlos von Nahem beurteilbare, nicht ohne Pflegeaufwand stolz präsentierbare Federkleid? Das LJO kann es, braucht sich nicht zu verstecken – "Don’t walk too far"!
Bravo – weiter so!
George Gruntz
This music is delightful, amusing, absorbing, beguiling -- it easily engages me -
having compositional intrigue and sophistication, and the core jazz feeling I so need for my enjoyment.
So pleased am I to know this music is around and in such capable hands and ears as David Grottschreiber's.
Michael Gibbs
Liner Notes
Meine Damen und Herren!
Mit grosser Freude präsentieren wir Ihnen hiermit das Erstlingswerk des Lucerne Jazz Orchestra !
Nach zwei Jahren intensiver Probe- und Konzerttätigkeit hat sich das LJO zu einem aussergewöhnlichen Klangkörper entwickelt und dabei gleichzeitig eine eigene musikalische Richtung eingeschlagen.
Nur wenigen Komponisten ist der Luxus gegönnt, regelmässig mit einer derartigen Formation arbeiten zu dürfen, Dinge auszuprobieren und somit unbezahlbare Erfahrungen zu machen, und ich bin allen unendlich dankbar dafür: Jeder Musiker hat durch seine individuelle Persönlichkeit, seinen Enthusiasmus und grösste Musikalität zu einem einzigartigen musikalischen Resultat beigetragen, das ehrlich ist und von Herzen kommt. Einzigartig auch dadurch, dass sich im LJO nicht nur Musiker mit ganz individuellen Stilen finden, sondern sie auch und in zunehmendem Masse als Komponisten für die Band tätig sind – auf erschreckend hohem Niveau!
Die Tatsache, dass es möglich ist, die Stimmen von 19 Individualisten zu einem lebendigen Klangkörper zu vereinigen, scheint mir in der heutigen Zeit wichtiger denn je – trotz der Herausforderungen, ein derartiges Projekt auf die Beine zu stellen. Ich kann nicht verleugnen, dass ich stolz darauf bin, als Komponist und musikalischer Leiter ein Teil dessen zu sein.
Mein grosser Dank geht an Matthias Tschopp und Jan Schreiner sowie Aurel Nowak und Lukas Frei, ohne deren unermüdlichen Einsatz das Unternehmen Lucerne Jazz Orchestra undenkbar wäre – ausserdem an Nehri, Ed und Oliver: Für die Geburt unseres Babys hätten wir uns keine bessere Unterstützung vorstellen können!
Herzlichen Dank auch an Sie, die als Zuhörer ebenfalls zur Musik beitragen – in der Hoffnung, dass diese Aufnahmen Ihnen Freude bereiten.
David Grottschreiber




